Eine Kampagne für (Selbst-) Liebe

Spot the Dot tritt für Body Positivity, (Selbst-)Liebe und das Bewusstsein für Hautkrebs ein

Super8 film by Marko Mestrovic

Gründerin Marije Kruis blickt auf sechs Jahre Spot the Dot zurück.  Sie erklärt, was Hautkrebs mit (Selbst-)Liebe zu tun hat

Spot the Dot feiert heuer das sechste Jubiläum. Ich blicke stolz auf sechs Jahre Kampagnen, Events und viele andere Aktionen zurück, die alle ein Ziel hatten: die Menschen dazu zu bewegen, über Prävention und Hautkontrollen zu sprechen. Egal ob wir Straßenkünstler riesige Wandbilder malen lassen, eine Ausstellung in Kuwait kuratieren oder eine Pressekampagne in Großbritannien initiieren – der Fokus liegt immer auf der Hauptbotschaft: do you spot your dots? Checkst du deine Muttermale?

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Foto: Max Manavi-Huber

„Es gab so viel Liebe für Spot the Dot. Trotzdem fragte ich mich: Liebe ich meine Haut wirklich?“

Ich merke, dass mehr Menschen ihre Haut genauer beobachten. Dennoch fällt auf, dass einige Dinge gleich bleiben, dass sich z.B. blasse Menschen immer noch nach gebräunter Haut sehnen, sich Menschen mit dunklerem Hautton immer noch weniger mit dem Thema beschäftigen. Oder dass Medien Artikel über Hautkrebs immer noch mit Fotos von weißen Männern im besten Alter oder braungebrannten Bikinischönheiten illustrieren.

Hautkrebs unterscheidet nicht

Es wird noch immer zu wenig darüber gesprochen, dass Menschen jeden Alters, Geschlechts und jeder Hautfarbe, einschließlich People of Color (POC) mit dunklerer Haut, an Hautkrebs erkranken.  Selbst wenn ihr nie einen Sonnenbrand hattet, könnt ihr Hautkrebs bekommen. Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Hautkrebs keine Personen mit dunklerem Hauttyp trifft. Hautkrebs wird bei POC häufig in einem spätem Stadium diagnostiziert. Dies kann tödlich sein, wenn es sich um ein Melanom handelt, einer schnell fortschreitenden Art von Hautkrebs. Die Behandlung jeder Art von Hautkrebs kann im späten Stadium schwierig sein.
Die gute Nachricht ist, dass die meisten Hautkrebsarten, einschließlich Melanome, wenn sie früh erkannt werden, geheilt werden können. Hautkrebs ist unabhängig von der Hautfarbe. Erfahrt hier, wie ihr eure Haut checkt. Spot your dots!

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Foto: Max Manavi-Huber

Kenne deinen Körper

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Hautkrebsarten, einschließlich Melanome, wenn sie früh erkannt werden, geheilt werden können. Hautkrebs ist unabhängig von der Hautfarbe. Erfahrt hier, wie ihr eure Haut checkt.  Je besser ihr euren Körper kennt, desto leichter bemerkt ihr Veränderungen eurer Haut.

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Foto: Max Manavi-Huber

 

Liebe deinen Körper

Ich verwende den Begriff Body Positivity nicht, weil er gerade im Trend liegt. Die Bewegung hat mich vielmehr selbst dazu inspiriert über die Beziehung zu meinem Körper und zu meiner Haut nachzudenken. Die Wahrheit ist, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe, wenn es darum geht, meinen Körper vollständig so zu lieben, wie er ist.

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Foto: Max Manavi-Huber

Gerade im Sommer fühle ich mich oft nicht besonders stark oder selbstbewusst, wenn ich meine blasse Haut voller Narben und Falten (Hilfe!) zeige, und mein Körper weit entfernt ist von meiner Vorstellung, wie er in einem Badeanzug auszusehen hat. Vielleicht geht es bei dieser Kampagne nicht nur darum, andere dabei unterstützen, ihre Haut und ihren Körper zu lieben – unabhängig von körperlichen Fähigkeiten, Größe, Geschlecht, Rasse oder Aussehen. Sondern auch darum, dass ich es selbst lerne. Wir sind alle schön. Wir alle sollten gut auf unsere Haut achten und unsere Muttermale regelmäßig untersuchen. Früherkennung von Hautkrebs rettet Leben!

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Foto: Max Manavi-Huber

Dermatologen unterstützen unsere Bewegung

Pedro Rodríguez-Jiménez, MD, PhD, Dermatologische Abteilung. Krankenhaus Universitario La Princesa Madrid, Spanien

„Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln ist immer noch nicht in Mode. Zum Beispiel machte neulich ein Freund, der auch Arzt ist und den ich seit letztem Sommer nicht mehr gesehen hatte, einen Witz darüber, dass ich Sonnenschutzmittel auf meine Ohren auftrage! Wir haben gelacht, aber für mich ist es absolut wichtig, Sonnenschutzmittel sowohl auf meine Ohren als auch auf meinen Nacken aufzutragen. Das ganze Jahr über operiere ich Dutzende von Tumoren genau an diesen Stellen. Melanome an Ohren und Nacken betreffen zudem fast nur Männer, da Frauen dort normalerweise durch langes Haar geschützt sind.

Seit Beginn meines Dermatologie-Studiums trage ich ein UV-Shirts. Früher fand ich es nicht cool, diese Shirts am Strand zu tragen. Außerdem dachte ich, dass ich gebräunt besser aussehen würde. Viele Leute denken das immer noch. Wir leben in einer Zeit, in der wir über die Wichtigkeit sprechen, uns selbst und unsere sexuelle Orientierung zu akzeptieren, aber immer noch sind viele Menschen mit ihrem natürlichen Hautton unzufrieden und riskieren jedes Jahr Sonnenbrände, um sich zu bräunen. Dieser Sonnenbrand erhöht die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft an dieser Stelle an Hautkrebs zu erkranken. Ich denke, es ist Zeit, uns um unsere Haut zu kümmern und sie zu lieben.“

Dr. med. univ. Markus Wiesender, Österreich

„Es ist wirklich wichtig, sich gut im eigenen Körper zu fühlen, sei es nur für die persönliche Stimmung oder im Zusammenhang mit Hautkrebs. Wenn du dich glücklich und gut in deinem Körper fühlst, ist es einfacher, Veränderungen an deiner Haut (Muttermale, Ekzeme und andere Hautläsionen) zu erkennen. Diese können von einem Spezialisten leicht schmerzfrei überprüft werden und spätere gefährliche Hauterkrankungen wie Melanome oder andere Hautkrebsarten verhindern.“

Melanompatientin Julia Sperling, Deutschland (26)

„Ich hatte immer blasse Haut und lange damit zu kämpfen. Ich hatte das Gefühl, niemals mit dem Schönheitsideal gebräunter Haut mithalten zu können. Ich versuchte es trotzdem, ging ins Solarium und lag stundenlang in der Sonne. Manchmal war es so schlimm, dass mein Motto bei Sonnenbrand lautete: Egal, zum Glück wird die Haut später braun gebrannt und das ist wunderschön! Ich habe definitiv meine Strafe bekommen. Seit dem Tag meiner Melanomdiagnose lebe ich lieber mit meiner natürlichen Blässe und kümmere mich endlich um die Haut, in der ich bin.”

 

Selbstliebe ist …

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Foto: Bernadette Vigl
Mir wurde klar, dass Spot the Dot nicht nur mehr Bewusstsein für Hautkrebs schaffen, sondern auch für Körperpositivität und (Selbst-) Liebe eintreten will.
Selbstliebe ist… die Haut zu lieben, in der du steckst
Selbstliebe ist… deine Muttermale zu checken
Selbstliebe ist… die Haut vor Hautschäden zu schützen
Selbstliebe ist… jeden Tag Sonnenschutzmittel aufzutragen
Liebe ist… die Haut anderer zu checken

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Foto: Bernadette Vigl

Ich habe die junge österreichische Künstlerin Bernadette Vigl gefragt, zu zeichnen, was ich mir unter Selbstliebe und Body Positivity vorstelle. Wir haben fünf ihrer Kunstwerke auf Postkarten gedruckt – jetzt könnt ihr mit einem lieben Gruß gleichzeitig unsere Sache unterstützen. Die Postkarten gibt’s hier.

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Foto: Bernadette Vigl

Bernadette über unsere Zusammenarbeit:
Ich habe Marije vor einem Jahr durch ihr Projekt „Faster Than Skincancer“ kennengelernt. Mein Freund und ich sind als Ambassador für sie gelaufen, haben fotografiert und gefilmt. Sie kämpft wie eine Löwin dafür, Bewusstsein für Hautkrebs zu wecken und es gab immer wieder Projekte, bei denen wir sie unterstützen konnten. Aber in dieses Projekt habe ich mich ganz besonders verliebt: die sensible Brücke zwischen Hautkrebs und Selbstliebe zu schlagen. Es war eine wunderschöne Aufgabe, diese kleinen, schönen Botschaften illustrieren zu dürfen.

Die Stichwörter „body positivity“, „love your body“ und „sun on your skin“ kamen von Marije, als sie mich nach Zeichnungen für neue Postkarten gefragt hat. Und von der ersten Sekunde an habe ich ihre Idee und die Bilder, die dazu vor meinem inneren Auge entstanden sind, geliebt. Mit sich zufriedene Menschen, die auf ihre Haut achten, einfach weil sie es sich wert sind, sich zu schützen.

Das Bedürfnis nach einer positiveren, wohlwollenderen Einstellung zum eigenen Körper, mehr Wertschätzung zu sich selbst, unabhängig von Größe, Alter, Geschlecht wird schon lange immer lauter und größer. Es ist Zeit, sich selbst mehr mögen zu dürfen. So viele und immer mehr, mich eingeschlossen, können sich mit diesem Ruf nach mehr Selbstakzeptanz, -toleranz, -liebe identifizieren.

Unter dem Begriff Selbstliebe ist eine Serie von sechs Menschen auf fünf Karten entstanden. Es sind sechs völlig unterschiedliche Menschen, denn Hautkrebs unterscheidet nicht und macht vor niemandem Halt. Vor keinem Alter, keiner Hautfarbe, keinem Geschlecht. Aber ganz genau so muss auch Selbstliebe für jeden gleich gelten dürfen. Jede Haut hat es verdient, beschützt und geachtet zu werden.

Sechs Menschen voller Aufmerksamkeit und Wertschätzung sich selbst gegenüber auf fünf Karten illustriert. Und am schönsten hat es Marije am Ende auf den Punkt gebracht: pass auf deinen Körper auf, schütze und liebe die Haut, in der du lebst.

Fotografie

Der talentierte Wiener Fotograf und Art Director Max-Manavi Huber hat unsere Kampagne mit atemberaubenden Bildern in Szene gesetzt.

„Nur wenn wir unseren Körper lieben können, erweitern wir auch das Bewusstsein dafür, unsere Haut regelmäßig zu checken. Für die Art Direktion wurden runde Formen, Kreise und Punkte in Make-up, Styling und Bühnenbild eingesetzt, um eine Verbindung zum Namen der Organisation herzustellen.“

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Folge Spot the Dot

Folge Spot the Dot via: @spot.the.dot

Danke an

Postkarten-Illustrationen: Bernadette Vigl

Fotografie/ Art Direktion: Max Manavi-Huber

Analoge Fotografie & Film: Marko Mestrovic

Assistant: Valentin Schörghuber

Models by Das Deck

Styling: Sabine Ortlieb

Makeup: Nil Stranzinger

Set Design: Studio Tina Hausmann / Studio Sprosse

Studio: PPM Foto

–  Marije Kruis, Wien, April 2021
#spotthedot #skincancerawareness